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Posttraumatische Belastungsstörung (PDBS) posttraumatic stress disorder (PTSD) Die Kenntnisse über diese Störung stammen aus der Arbeit mit Kriegsheimkehrern. Entstanden ist es durch eine sehr starke bedrohliche, machtlose Situation, die nicht selbst beendet werden konnte. Flucht oder Aggression ist nicht möglich, das Überleben kann nur durch Unterwerfung und Erstarrung gesichert werden. Gefühle werden völlig abgespalten (siehe Dissoziation), es kommt zu einer dauerhaften Überflutung mit Stresshormonen noch länger als 6 Monate nach dem auslösenden Ereignis. Extreme Wachsamkeit, Panik- und Angstattacken, erhöhte Reizbarkeit, Angst und Schlafstörungen sind dauerhafte Folgen. Vermeidungssymptome wie Motivationsverlust, Rückzug bis zur Isolation, Hilf- und Hoffnungslosigkeit bis zur Depression entstehen. Scheinbar belanglose Erlebnisse, Alltagsbilder oder in den Nachrichten, Geräusche, Gerüche, die an das erlittene Trauma erinnern, Flashbacks (Wiedererleben früherer Gefühlszustände), üben heftige psychosomatische Reaktionen aus. Die Abspaltung von Gefühlen hat im Moment der seelischen Todesnähe das Überleben garantiert. Wird es zum Dauerzustand, führt es in einen tranceartigen Bewusstseinszustand und fehlendem Erleben des Jetzt. Die Seele ist zersprungen wie ein Spiegel, dessen Teile nicht mehr zusammengefügt, integriert werden können. In dieser Situation entsteht die Illusion von „Nicht-Ich“ und „Nur-Ich“. Die Illusion des „Nicht-Ich“ erzeugt folgende Vorstellungen: Es ist nicht passiert - ich war nicht dabei - es ist ihr/ihm passiert, nicht mir - es ist zwar passiert, aber es hat mir nichts ausgemacht - es ist zwar passiert, aber ich habe es längst überwunden. Das “Nur-Ich“ erzeugt Selbstvorwürfe und Vorstellungen wie: Ich bin schuld - hätte ich nur, dann wäre nichts passiert - ich komme nie darüber weg - ich habe es ja selbst so gewollt, habe freiwillig mit gemacht - bin auch so eine/r. Die Verursacher von sexueller und körperlicher Gewalt sind häufig im engsten Umfeld zu finden. Eine frühe Traumatisierung kann durch die Trennung von der Mutter eintreten. Die Erfahrung wird im Erbgut abgespeichert und kann Jahrzehnte später Krankheiten auslösen. In der Arbeit als Familientherapeut haben wir erfahren, dass frühkindliche Krankenhausaufenthalte, besonders bis in die Siebziger, viele traumatisiert haben. Besuchsverbote für Eltern, physische medizinische „Gewalt“ haben sich verheerend auf die kindliche Psyche ausgewirkt.
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